iDSP. Internationale Deutsche Schule Paris

TU-ING-Woche 2016

Teilnehmer der TU-ING-Woche 2016

Bericht über die TU9 –Woche 2016 in Karlsruhe

Der Verband TU9 vereinigt die neun größten technischen Universitäten Deutschlands: Aachen, Berlin, Braunschweig, Darmstadt, Dresden, Karlsruhe, Leipzig, München und Stuttgart. Jedes Jahr organisiert er die TU9-ING-Woche, eine Veranstaltung, bei der Schüler aus deutschen Auslandsschulen, die an den Natur- und Ingenieurwissenschaften interessiert sind, zu einer dieser Universitäten eingeladen werden, um den Verband und das (Uni-)Leben in Deutschland kennenzulernen. Dieses Jahr fand die Woche in Karlsruhe am Karlsruhe Institut für Technologie statt, und ich hatte, gemeinsam mit 19 anderen Schülern aus insgesamt 17 unterschiedlichen Ländern, daran teilzunehmen. In einer Woche wurden wir über die Geschichte der Universität und ihrer Heimatstadt informiert, haben verschiedene Teile der Universität besichtigt, in denen Spezialisten uns in ihre Themengebiete eingeführt haben (die von Informatik über Elektroautos bis zu Biokraftstoffen führten) und sind sogar bis nach Stuttgart und in die Benz-Werke in Sindelfingen gefahren. Diese außerordentliche Möglichkeit, einen Einblick in die Forschung zu gewinnen, ermöglichte es außerdem noch, Kontakte mit gleichaltrigen Schülern aus der ganzen Welt zu knüpfen, die meine Interessengebiete teilen – für mathematisch und naturwissenschaftlich interessierte Schüler ist die Teilnahme an zukünftigen TU9-Wochen also sehr zu empfehlen. Mir wurde diese Möglichkeit durch die Vermittlung von Herrn Metz geboten, der die Teilnahme vermutlich auch in den nächsten Jahren organisieren wird.

 

Magdalina, Klasse 12

Mehr zu TU9 finden Sie hier: http://www.tu9.de/index.php 

 

 

TU-ING-Woche 2014

Teilnehmer der TU-ING-Woche 2014

TU9-ING-Woche 2014

Hinter dem Akronym TU9-ING verbergen sich die Begriffe „Technische Universität“ und „Ingenieur“, wobei die Ziffer 9 die Anzahl der Technischen Universitäten benennt: Der Verband „TU9 German Institutes of Technology e. V.“ ist ein Zusammenschluss neun führender Technischer Universitäten in Deutschland, darunter beispielsweise die RWTH Aachen, die TU Dresden und die TU München.

Diese Vereinigung veranstaltet jedes Jahr eine Probestudienwoche für Nichtdeutsche an einer ihrer Universitäten, um begabte Ausländer für sich gewinnen zu können. Dieses Angebot wird dem Schüler durch die Studien und Berufsberatung der iDSP vermittelt und wenn die Anforderungen erfüllt werden (kein deutscher Pass, gute Deutschkenntnisse und entsprechende Noten in den Naturwissenschaften), erhält man so eine Einladung in eine der neun Universitäten, welche sich jedes Jahr abwechseln.

Dieses Jahr hatte ich als Schweizer das Vergnügen, mit 24 weiteren ausländischen und altersgleichen Interessierten Mitte September 2014 die TU Dresden kennenzulernen.

Von den überaus sympathischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern war erstaunlicherweise kein einziger aus Asien, nur eine aus Afrika, sechs aus Europa und die übrigen 14 aus Nord- und Südamerika. Da jedoch alle gut Deutsch sprachen, war die Kommunikation kein Problem und man lernte sich schnell kennen.

Untergebracht war die Gruppe in einem Hostel zwischen der Altstadt Dresden und der Universität, so dass beide Destinationen schnell zu erreichen waren.

In dieser einen Woche gab es eindrücklich viel zu sehen und zu staunen: Wir wurden durch einige Fakultäten geführt, zum Beispiel jene für Elektrotechnik und Informationstechnik, für Magnetismus, für Radiologie sowie jene für Verkehrswissenschaften. Da das Semester noch nicht begonnen hatte, hatten die verantwortlichen Professoren außerdem viel Zeit, um uns ihr Fachgebiet näher bringen zu können.

Viel mehr widmeten wir uns jedoch dem Praktischen, denn darauf legten die Veranstalter ihr Augenmerk besonders: Die „trockene“ Theorie sollte in der Praxis angewendet werden können. Und so forschten und experimentierten wir mit flüssigem Stickstoff, Schaltkreisen, Magneten, dem Aufbau eines Flugzeugflügels, der Teilchenphysik und dem sagenumwobenen Higgs-Teilchen und stellten sogar unseren eigenen Verkehrsplan auf, um den Verkehrsfluss der Stadt Dresden zu optimieren.

Und auch die Kultur kam nicht zu kurz: Die Stadt Dresden, eine der vom Zweiten Weltkrieg am schlimmsten getroffenen Städte, welche nun aber wieder komplett aufgebaut wurde, wurde auch intensiv besichtigt.

Alles in allem empfehle ich es jedem, der die Chance hat, diese einmalige Gelegenheit zu nutzen, da man den Uni-Alltag und viele verschiedene Studiengänge kennenlernt und sein neu erlerntes Wissen, welches den Stoff einer Schulwoche übrigens deutlich überragt,  anschließend praktisch anwenden kann.

Hinzu kommt, dass es unglaublich spannend ist, mit 23 anderen jungen Menschen aus 23 unterschiedlichen Ländern und dementsprechend verschiedenen Weltanschauungen eine Woche verbringen zu dürfen.

 

Ein Schüler der Klasse 12

Weitere Informationen zu TU 9: www.tu9.de/index.php