SchulBrücke Weimar PDF Print E-mail
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Die Schüler vor der Abfahrt in Paris

 

Seit 2002 findet jedes Jahr in der europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar die SchulBrücke statt, an der Schüler aus Deutschland, Polen und Frankreich  teilnehmen können um sich eine Woche lang mit verschiedenen geschichtlichen Aspekten in und um Weimar zu beschäftigen. Dabei sollen die Schüler sich besser kennen lernen, um eben eine „Brücke" zwischen den Nachbarländern herzustellen. In der Woche vom 19. bis 26. September trafen wir uns mit Schülern des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums Bonn, des John-Lennon-Gymnasiums Berlin und der Willy-Brandt-Schule Warschau in Weimar und arbeiteten gemeinsam in gemischten Gruppen über Themen zur Romantik in Weimar, der Universitätsstadt Jena und über das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald.

Der Anfang war schwer: es dauerte ein wenig, bis man sich kennen lernte, meist war man immer nur unter sich; erst langsam wagten dann wenige den Weg in die anderen Grüppchen. Trotzdem verstand man sich (auch ohne Namen) schon sehr früh. Innerhalb der Gruppen wurde effizient gearbeitet, die erste Aufgabe war gruppenspezifisch; jede Gruppe bekam einen eigenen Ort in Weimar, über den galt es so viel wie möglich herauszufinden. Dies wurde in verschiedenster Weise gelöst: da gab es manchmal Informationstafeln an den Gebäuden selbst, das Touristenzentrum und natürlich das in der EJBW frei zugängliche Internet. Spätere Stadtspaziergänge dienten dann zur Präsentation des Gefundenen. Dasselbe wurde dann auch in Jena am Tag drauf veranstaltet; diesmal aber mit Blick auf

Persönlichkeiten. Ob Schlegel, Steffens oder Wieland, es gab viel zu entdecken. Der Frust kam allerdings schnell: nur wenige Wohnhäuser der Romantiker hatten die Zeit überlebt, Abhilfe musste wieder im Touristenzentrum oder in der Universitätsbibliothek gefunden werden. Am nächsten Tag ging die Reise dann nach Buchenwald in das ehemalige Konzentrationslager. Dies war zweifelsohne das beeindruckendste Erlebnis der Woche für die meisten von uns, da wenige vorher schon ein KZ besucht hatten. Ein Durchgang durch die Ausstellung vertiefte das ohnehin schon extreme Erlebnis. In den letzten Tagen bereiteten wir in in verschiedenen Workshops (Kunst, Theater, Foto, Audio, etc.)  eine kleine Ausstellung vor, die dann das Endergebnis der SchulBrücke werden sollte. Es wurden wieder neue Gruppen gebildet und die Ergebnisse konnten sich blicken lassen; es war ja auch alles für die Öffentlichkeit von Weimar gedacht. Es wurde ein kleines Labyrinth aus Stellwänden aufgebaut, in denen die Ergebnisse des Kunst- und Fotoworkshops zu finden waren sowie die Ergebnisse der früheren gemeinsamen Gruppenarbeiten zu Weimar und Jena. Am letzten Abend wurde dann alles innerhalb des Schüler-, Veranstalter- und Lehrerkreises im Rahmen eines durchdachten Salonabends (ebenfalls das Ergebnis eines Workshops) präsentiert und der Abend endete entspannt mit einer Disco. Im Laufe der Woche hatten wir uns alle besser kennen gelernt und intensiv gearbeitet; die Brücke war gebildet worden und nach heftigem Austausch von E-Mail-Adressen und Co. sind wir dann am Samstagmorgens abgereist.

Tobias Köhne, 11a


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Aufmerksame Zuhörer sind Stephan, Lucie, Victoria, Amélie und Alexandra

 

Nachdenkliche Schüler an einer Gedenktafel auf dem Appellplatz des KZ Buchenwald

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Victoria beginnt die Präsentation, mit der sich unsere Schüler den anderen Teilnehmern vorstellen Pause während des Besuches im ehemaligen KZ Buchenwald


Links zu den Veranstaltern:

Deutsche Nationalstiftung: http://www.nationalstiftung.de/schulbruecke_weimar.php

Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar: http://www.ejbweimar.de



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